Über die Wasserwacht
Was ist eigentlich die Wasserwacht? Woher kommt sie? Was sind ihre Aufgaben?
Die Geschichte der Wasserwacht beginnt bereits im Jahr 1883, als Mitglieder des Roten Kreuzes beim Hochwasser in Regensburg im Einsatz waren. Hier war erstmals das Thema Wasserrettung präsent. Im Laufe der Jahre wurden überall in Deutschland sogenannte Sanitäts- und Wasserwehrkolonnen gegründet. Nur wenige Jahre später kamen an oberbayerischen Seen die ersten Wasserrettungsstationen. Die Geschichte schreibt sich bis in die heutige Zeit, denn aus den Anfängen ist eine professionelle Wasserrettungsorganisation geworden, die in nahezu allen Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes als Gemeinschaft aktiv ist. Mit 130.000 Mitgliedern, davon 70.000 Aktiven, stellt die Wasserwacht-Bayern dabei den größten Landesverband. Allein in Bayern gibt es 556 Ortsgruppen, über 600 Wasserrettungsstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen und fünf Wasserrettungszüge für den Katastrophenfall.
Hauptaufgabe der Wasserwacht ist dabei die Prävention des Ertrinkungstodes. Möglich wird das beispielsweise durch Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder, Schwimmkurse für Kinder- und Jugendliche, die Ausbildung zum Rettungsschwimmer und zum Wasserretter sowie die fachspezifischen Ausbildungen im Rettungstauchen, Bootsführen oder für Führungsaufgaben.
Die Wasserwacht ist für die Sicherheit in zahlreichen Bädern sowie an unzähligen Binnen- und Fließgewässern zuständig. Auch der Gewässer-, Natur- und Umweltschutz gehört zu unseren Aufgaben. In einigen Bundesländern ist die Wasserwacht zudem Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und stellt mit den Schnelleinsatzgruppen Fachleute für Rettungen am und im Wasser.
